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15.01.2018, 09:30 Uhr
Bahn muss Zusagen zum Flughafenbahnhof einhalten
Bilger: Für Stuttgart 21 ist eine Verkehrsdrehscheibe auf den Fildern unabdingbar
Nordwürttembergische Bundestagsabgeordnete haben an Bahn-Chef Dr. Richard Lutz geschrieben. Ihre Forderung: Die bei den Planungen zu Stuttgart 21 gemachten Zusagen zum Filderbahnhof müssen eingehalten werden. Bei der Zahl an Fernzüge-Stopps soll es keine Abstriche geben.

Die CDU Nordwürttemberg macht sich für eine gute Zuganbindung des Stuttgarter Flughafens stark.
Der Bezirksverband Nordwürttemberg der CDU fordert die Deutsche Bahn auf, ihre im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 in Bezug auf die Fernzüge-Stopps am geplanten Filderbahnhof getroffenen Zusagen ohne Einschränkungen einzuhalten.

„Die neue Verkehrsdrehscheibe am Stuttgarter Flughafen ist für den verkehrlichen Nutzen des Bahnprojekts Stuttgart 21 unabdingbar“, betont Bezirksvorsitzender Steffen Bilger MdB. „Sie ist Voraussetzung dafür, die Zugverbindungen in die südlich Stuttgarts gelegenen Regionen deutlich zu verbessern und den Regionalverkehr in sinnvoller Weise mit dem Fernverkehr zu verknüpfen. Dies war und ist ein wesentliches Argument für die CDU und mit ihr für alle Projekt-Befürworter, das Projekt Stuttgart 21 zu beginnen und auch in Zeiten starken politischen und öffentlichen Gegenwinds voranzutreiben“, so Bilger weiter. Die Anfang der Woche ins Gespräch gebrachten lediglich sechs täglichen IC-Stopps seien für eine solche Verkehrsdrehscheibe deutlich zu wenig. Die Angaben widersprächen zudem allen bisherigen diesbezüglich gemachten Aussagen deutlich.

Bezüglich der konkreten Planungen des neuen Bahnhofs am Flughafens fordert die CDU Nordwürttemberg die Deutsche Bahn ferner auf, jetzt schnell für Planungssicherheit zu sorgen und den Flughafenbahnhof wie vorgesehen als Tiefbahnhof in unmittelbarer Nähe der Flughafenterminals zu realisieren („Drittes Gleis“). Ende des vergangenen Jahres in die Diskussion gebrachte Überlegungen, den neuen Bahnhof oberirdisch mit ca. 900 Metern Fußweg zwischen Fern- und S-Bahnhof an der A 8 zu bauen, konterkarierten die vorgesehene Verkehrsdrehscheibe und seien insbesondere in Bezug auf die Verknüpfung mit dem Regionalverkehr inakzeptabel, so Bilger.

Auf Initiative von Dr. Stefan Kaufmann MdB haben die CDU-Bundestagsabgeordneten aus Nordwürttemberg in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Richard Lutz, ebenfalls ihr Unverständnis und ihre Besorgnis über diese Entwicklung formuliert und die Deutsche Bahn aufgefordert, schnell für Planungssicherheit für den Streckenabschnitt auf den Fildern zu sorgen.

Auch wenn  die Deutsche Bahn AG jüngsten Medienberichten zufolge zu ihren Zusagen für die Anbindung des Stuttgarter Flughafens an das Fernverkehrsnetz steht, erwartet die CDU Nordwürttemberg, dass die Deutsche Bahn konkret benennt, welche Fernverkehrsverbindungen sie an dieser Stelle künftig vorsieht, sowie den Planfeststellungsabschnitt 1.3. des Projekts Stuttgart 21 zügig vorantreibt, um die Eröffnung des Filderbahnhofs in Zusammenhang mit der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 oder nur kurze Zeit danach zu realisieren.

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